Was man über Honigsorten wissen muss: Welcher Honig eignet sich wozu am besten?

Bei vielen Lebensmitteln scheint den meisten im Vornerein klar zu sein, wann man welches benutzt. Ein Beispiel: Zucker. Egal ob Puderzucker zum Bestreuen oder Backen, Kandiszucker für den Tee oder Rohrzucker für Cocktails; was man alltäglich benutzt, damit kennt man sich aus.

Was aber machen, wenn in einem Rezept steht, man soll Honig hinzufügen? Manche denken sich jetzt: "Das wird sicher nicht so schwer sein, Honig ist doch Honig.“ Da muss ich aber leider widersprechen. Oder würdet ihr auf die Idee kommen, eure Waffel mit Kandiszucker zu bestreuen? Sicher nicht. So soll sich dieser kleine Honigratgeber an diejenigen richten, die sich auch mal unsicher sind, wann man welchen Honig benutzen sollte. Angemerkt sei noch, dass es hier um persönlichen Geschmack geht. Manche mögen ja auch braunen Zucker auf ihren frischen Waffeln.

Anfangen möchte ich bei den hellen Honigen. Wieso bei denen? Sie haben eine größere Bandbreite, was die Verarbeitung angeht. In unserem Sortiment finden sich da die flüssigen und die cremigen Honige.

Der Vorteil bei den cremigen Lavendel- und Sonnenblumenhonigen ist sicherlich jedem klar – damit er nicht so schnell vom Brot läuft! Und von Löffel und Messer übrigens auch nicht. Sie lassen sich leicht streichen, fließen aber eher langsam. Zum Kochen und Backen kann man sie auch benutzen, sie sind aber aufgrund ihrer Viskosität schwieriger zu mischen.

Als nächstes kommt der klassische flüssige Blütenhonig. Dieser ist besonders vielseitig! Beliebt ist er vor allem zum Backen, als Zuckerersatz. Als Faustregel kann man sagen 100 g Honig auf 100 g Zucker. Der Blütenhonig sticht besonders in der Grillsaison heraus. Sowohl für Marinaden als auch für Salatdressings eignet sich der vielseitige Vielblütenhonig. Was macht ihn so vielseitig? Sein sanfter Geschmack passt zu süßen, aber auch zu salzigen Gerichten. Außerdem ist er flüssig und kann so einfach mit anderen Zutaten gemischt werden. Und worin unterscheidet sich der Akazienhonig?

Der Akazienhonig ist ein ganz außergewöhnlicher Honig. Er hat einen hohen Fructoseanteil und einen niedrigen Glucoseanteil im Vergleich zu den meisten anderen Honigsorten.[1] Das hat zum einen die Folge, dass er langsamer kandiert und zum anderen gilt er als verträglicher für Diabetiker, im Gegensatz zu anderen Honigsorten. Wenn man aber allergisch auf Fructose reagiert sollte man lieber die Hände davonlassen. Und was kann er so geschmacklich? Aufgrund seines zarten Aromas und seiner unaufdringlichen Süße ist er der perfekte Begleiter für eigentlich alles, wenn man den Geschmack des eigentlichen Getränks oder Essen so unverfälscht wie möglich haben möchte. Deswegen sind Teetrinker besonders angetan von diesem herrlichen Honig.

Kommen wir nun zu unseren dunklen Honigen. Der bekannteste ist wohl der Waldhonig, welcher als am beliebtesten gilt. Ganz wichtig ist, dass „Wald“ nicht Nadelwald bedeuten muss! Es gibt auch genug Misch- oder Laubwälder, aus denen der Vielseitigste der dunklen Honige kommt. Wer einen würzigeren Eigengeschmack in sein Getränk oder Gericht haben möchte, der kann sich getost für den Klassiker entscheiden. Genauso vielseitig wie der Blütenhonig, bringt der Waldhonig aber mehr Pep in das Essen. Deshalb halte ich ihn für orientalische Gerichte, andere Küchen mit vielen unterschiedlichen Gewürzen oder schwere Gerichte wie Braten für geeigneter als die hellen Honige.

Und was können der Tannen- und der Weißtannenhonig so? Sie sind etwas zäher und öliger als der Waldhonig. Geschmacklich unterscheiden sich beide etwas, sind aber vom Grundtyp und der Viskosität her ähnlich. Sie bringen noch mehr Würze und Geschmack mit, als der Waldhonig was sie zum Kochen besonders eignet oder zum Süßen von Cocktails auf Wiskeybasis oder herben Teesorten wie schwarzem, grünem oder weißem Tee. Der Weißtannenhonig hat dabei einen noch etwas distinguierteren und feineren Geschmack, der sich besonders in Marinaden und Soßen dankbar zeigt. Empfehlen kann ich sie auch aufs Brot für die klassische Brotzeit oder das Abendessen. Sie runden ein Mahl ab, das mit Käse und Wurst eher deftig ist.

Der letzte der üblichen Verdächtigen ist der Kastanienhonig. Warum er der letzte in der Reihe ist? Ganz einfach; er hat von den dunklen Honigen auch den intensivsten Geschmack! Kein Honig passt so gut zur Geschmacksrichtung Umami, wie der Honig aus den italienischen Kastanienwäldern. Er bringt eine Herbe mit sich, die auf dem Brot vielleicht nicht Jedermanns Geschmack ist, in der Küche aber nicht fehlen sollte. Der Kastanienhonig lässt sich nicht so einfach in einem Gericht verstecken und als reines Süßungsmittel verkaufen, er ergänzt am besten besonders würzige Gerichte, wie Braten oder taugt insbesondere in der orientalischen Küche wie in leckerem Bulgursalat.

Welche Honige vom Honig-Lipp sind denn dann noch übrig? Da haben wir den Manukahonig, den süßen Brotaufstrich und den Sonnenblumenhonig mit Sanddorn. Zu diesen drei Ausnahmetalenten möchte ich zum Schluss kommen.

Der Manukahonig ist vielen Honigliebhabern sicher ein Begriff. Er kommt aus Neuseeland und kein anderes Land der Welt exportiert ihn. Deswegen ist genau auf die Herkunft zu achten, die im besten Fall schon über das Glas nachvollziehbar ist. Zugegeben, er schmeckt auf dem Brot wirklich toll und zum Kochen und für den Tee ist er auch geeignet. Der Preis schreckt die meisten aber sicher davor ab ihn wie einen gewöhnlichen Honig zu benutzen. Aufgrund dessen findet sich der Manukahonig oft in den Hausapotheken wieder. Wer ihn aber als exquisiten Honig zum Genuss besitzt, der hat einen Honig der einen außerordentlichen Geschmack bereithält. Allein die Textur ist ein Schmaus: Er ist weder als flüssig noch als cremig einzuordnen. Man spürt im Mund die kleinen Kristalle, die der Honig in kurzer Zeit gebildet hat. Auch geschmacklich kenne ich keinen vergleichbaren Honig. Er ist würzig und bringt ganz natürlich einen leichten rauchigen Geschmack mit sich. Deswegen wird er in der Cocktailszene auch gerne in Drinks auf Wiskeybasis benutzt. Ganz egal wozu Sie den Manukahonig benutzen, er lohnt sich auf jeden Fall mal probiert zu haben.

Unsere beiden Aufstriche haben es aber auch in sich! Da haben wir zum einen den Süßen Brotaufstrich, einen Akazienhonig mit Vanille. Die dezente Süße des Akazienhonigs und der feine Vanillegeschmack verbinden sich zur wahnsinnig leckeren Alternative zu allen Marmeladen und Nussaufstrichen dieser Welt! Das natürliche Vanillearoma kommt angenehm zur Geltung und bereichert alles was die Naschkatze begehrt, angefangen von Porridge, weiter über Kuchen, Milchshakes und Keksen, bis hin zum einfachen Frühstückbrot.

Der Sanddorn in Sonnenblumenhonig ist im Gegensatz zum süßen Brotaufstrich cremig und dank des Sanddorns etwas säuerlich. Er ist sehr frisch und fruchtig und macht nicht nur auf dem Brot eine gute Figur. Als Geheimzutat für ein sommerliches Salatdressing wird er all Ihre Gäste bei der nächsten Grillparty begeistern.

 

Wer jetzt noch Fragen hat, dem kann ich nur ans Herz legen uns zu fragen. Per Mail, Facebook oder am besten während unserer Öffnungszeiten einfach anrufen. Wir helfen gerne weiter!

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