Was braucht der Imker?

 

Immer mehr Menschen in Deutschland imkern. Nicht nur beruflich, sondern auch privat finden sich immer mehr, die sich eines oder mehrere Bienenvölker zulegen. Die Gründe dafür können ganz unterschiedlich sein. Manche sehen es als Hobby an, sich auf ihrem kleinen Grundstück außer dem Anbau von Tomaten und Zucchini auch noch um Bienen zu kümmern und schließlich neben frischem Gemüse auch eigenen Honig zu haben. Es gibt Hobbyimker, die sich das Bienensterben zu Herzen genommen haben und es selber in die Hand nehmen möchten etwas dagegen zu tun. Und ich kenne sogar eine Imkerin, die keine Lust mehr auf die vielen Wespen im Garten hat. Also hat Sie sich ein Volk in ihren Garten gestellt und seitdem keine Wespen mehr. Aber ganz egal was der Grund für die Haltung ist, alle brauchen eine Grundausstattung zur Imkerei. Doch was braucht man eigentlich so zum Imkern?

 

Am wichtigsten ist erst mal das Haus in dem die Bienen wohnen, die sogenannte Beute. Diese sollte mehrer Zargen haben, also mehrer Stockwerke in denen man die Rähmchen positioniert. Die Rähmchen wiederum sind die viereckigen Rahmen in denen die Bienen ihre Waben bauen. Diese sind oft mit Draht bespannt und machen es so einfacher für die Bienen ihre Waben zu bauen und dem Imker die Waben zu entnehmen. Außerdem benötigt man ein Gitter, durch das die Bienenkönigin nicht kommt, die Arbeiterinnen schon, damit die Königin nicht in jedes Stockwerk Eier legen kann und so Waben nur mit Honig gefüllt entstehen. Diese Gitter nennt man Königinnengitter oder Schied. Außerdem benötigt man eine Bienenflucht. Diese bewirkt, dass die Bienen zwischen den Zargen nur noch in eine Richtung laufen können. Dadurch befinden sich bereits nach kurzer Zeit in den sogenannten Honigzargen weitaus weniger Bienen als üblich. Das ist dann für Mensch und Tier viel stressfreier. Was natürlich auch nicht fehlen darf sind Trennwände, welche die Zargen voneinander trennen, sodass man Futterzargen und Brutzargen getrennt voneinander hat.

Und damit ist das Bienenhaus fertig! Es gibt natürlich noch andere Sachen, die man an und einbauen kann, jedoch ist das hier vorgestellte die absolute benötigte Basis!

 

Es gibt aber auch noch die Sachen, die der Imker in seiner Tasche haben sollte - immer dabei, wenn es zum Bienenstock geht. Da gehört zum einen natürlich Schutzkleidung dazu! Da gibt es natürlich auch große Unterschiede. Es gibt ganze Anzüge, Oberteile mit Schleier und Hut oder auch nur einen Hut mit Schleier. Als Profi kann man sich sicher auch letzteres trauen, aber wirklich Sicherheit geben die ersten beiden Optionen Anfängern. Außerdem sind natürlich auch Handschuhe wichtig. Weiterhin benötigt man einen Smoker. Der hat nichts mit Grillen zu tun, sondern einfach nur Rauch. Dieser wird in die Beute gepustet. Dann denken die Bienen es gibt einen Brand und sie schlagen sich ihre Bäuche mit Honig voll, damit sie zur Not nicht mit leeren Händen – oder Bäuchen -  flüchten können. Dadurch sind sie träge oder zumindest abgelenkt und man kann mit entspanter auf den Bienenstock zugreifen. Dafür benötigt man natürlich auch das richtige Rauchmaterial, man kann ja nicht einfach ein Stück Holz oder eine Zeitung verbrennen. Wenn man sich nicht extra Brennmaterial kaufen möchte funktionieren auch Sägespäne oder trockenes Gras, Hauptsache es ist natürlich und produziert schön viel Rauch! Als weitere Werkzeuge benötigt man einen Bienenbesen. Mit diesem kann man ganz sanft Bienen von den Waben „kehren“. Man benötigt einen Stockmeißel um verklebtes einfach voneinander zu trennen. Es kann nämlich sein, dass Rähmchen, Zargen oder Gitter aneinander kleben. Als letztes benötigt man schließlich noch ein Messer. Wieso das? Manchmal reicht der Stockmeißel nicht oder man muss vielleicht etwas feiner arbeiten.

Je nach Motivation zur Bienenhaltung kann man dann noch z.B. die Bienenkönigin markieren, um diese besser finden zu können.

 

Noch mal zusammengefasst:

In der Beute befinden sich:

  •   Zarge
  •   Rähmchen
  •   Königinnengitter
  •   Bienenflucht
  •   Trennwände

In der Imkertasche befinden sich:

  •   Schutzkleidung
  •   Handschuhe
  •   Smoker
  •   Rauchmaterial
  •   Bienenbesen
  •   Stockmeißel
  •   Messer

Für den Anfang sollte das in den meisten Fällen reichen. Alles in allem ist man damit auch schon bereits etwas mehr als die Portokasse los. Man kann dafür einen Preis zwischen 250€-400€ ausgeben, aber es ist sicherlich gut angelegtes Geld.

Wer Fragen dazu hat kann natürlich gerne ein Kommentar da lassen oder den Imker seines Vertrauens fragen.

 

Nächstes Mal erkläre ich, wie das dann funktioniert mit dem Honig ernten. Dafür braucht man nämlich auch die ein oder anderen speziellen Gerätschaften und ganz bestimmtes know how.

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